Müsliriegel -was steckt wirklich dahinter?
Auf den Verpackungen glänzen die Körner um die Wette. Die Getreidekörner fliegen aus der reifen Ähre geradezu ins gemachte Schoko- oder Erdbeerbett. Ein vollwertiges und naturnahes Produkt also. Doch mit den Müsliriegeln ist es ähnlich wie mit Weihnachten –die Überraschung kommt beim Auspacken. Denn da glänzen die allermeisten Getreideflocken von der Abbildung nur noch durch Abwesenheit. Der Glanz hat sich in den Anblick in Form gepresster Mehlbällchen verwandelt. Die klebrige Süßigkeit hat leider nicht mehr viel mit der Abbildung auf der Verpackung zu tun.
Müsli-Mythos -Auf Englisch heißt „Corny“ getreidereich. Ein passender Name also, für einen „Müsliriegel“. Doch haben Corny & Co., „das Beste aus dem Korn“, mit klassischem Müsli wenig, mit Vollkorn noch weniger zu tun. Auch wenn er in manchem Supermarkten im Müsli-Regal steht: Die meisten Ballaststoffe hat der Schokoriegel längst abgeworfen. Und ob die Kohlenhydrate wirklich für lang anhaltende Sättigung sorgen, wo doch nur zehn Prozent Getreideflocken drin sind? Ein paar wenige Haferflocken und Nüsse machen noch kein Müsli. Schon gar nicht, wenn der Rest gepuffte und gepresste Mehlpops, Pflanzenfett oder Aromen sind.
Werbelyrik in allen Ähren, aber das ist dann doch zu viel.
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